Ausflugsziel Klosterruine Boitzenburg • Klöster in Brandenburg

Ich bleibe im Landkreis Uckermark denn hier wartet ein weiteres Kloster der Zisterzienser in Brandenburg auf mich. Dieses mal geht es um ein Zisterzienserinnenkloster mit Namen Marienpforte. Es gehört zu den beliebten Ausflugszielen in Boitzenburg. Schauen wir mal, ob sich die Ruine des Klosters Boitzenburg wirklich lohnt und was ist das eigentlich für ein schönes Fachwerkhaus daneben.

In Vlog 272 nehme ich euch mit nach Boitzenburg, wie schauen uns das alte Kloster an und ich bin erstaunt wie viel doch noch zu sehen ist.
Klosterruine Boitzenburg

Geschichte

• Das Kloster wurde wahrscheinlich 1271 gegründet, im gleichen Jahr wie das Kloster Chorin im Barnim.

• Im Mittelalter lag das Kloster in der nördlichen Mark Brandenburg an der Grenze zu Mecklenburg-Strelitz an einer Handelsstraße von Prenzlau nach Fürstenberg an der Havel.

• Nach der Auflösung des Klosters 1538 ging der Besitz an die berühmte adlige Familie von Arnim.

• Die Nonnen durften aber wohnen bleiben.

• Das Kloster wurde in der Folgezeit zu Wohnzwecken und als Wirtschaftshof genutzt

• 1637 wurde die Anlage erheblich zerstört und verfiel zunehmend.

• Zum Klosterbau verwendete man Formsteine, die eindeutig der Choriner Bauhütte zugeschrieben werden.
Das könnt ihr gut am Zierfries der Kirchennordwand erkennen.

• Das ist der Grund, dass das Boitzenburger Kloster auch gern als die kleine Schwester des Choriner Mönchsklosters bezeichnet wird.
Von dem Klosterkomplex sind die Nordwand und der Chor der Klosterkirche sowie Teile der Wände der Klausurgebäude erhalten.
Vor dem Klostergelände findet ihr einen großen Parkplatz mit einigen Picknick Tischen am Rand.

Der Parkplatz ist nur für PKW, heißt, mit dem Wohnmobil sollte man dort eher nicht übernachten. Parken dürfte aber kein Problem sein.

Der Besuch lohnt sich nicht nur wegen des Klosters. Der Wald und der ehemalige Tiergarten laden hier ebenso zum Wandern ein. Außerdem gibt es noch die alte Klostermühle, die man besichtigen kann.
Besucht am: 22. März 2025
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AdresseMühlenweg 5, 17268 Boitzenburger Land
Im Bild seht ihr die Reste des alten Klosters. Es liegt idyllisch am Walrand und es lohnt sich die alten Steine zu besuchen.
Klostermühle Boitzenburg

• Auch die Klostermühle wurde 1271 erstmals erwähnt. Sie gehörte bis zur Reformation zum Besitz des Klosters.

• Später lebte sie unter den von Armins weiter.
1752 wurde dann das heutige Mühlengebäude errichtet.

• In Boitzenburg heißt der Bach der die Mühle antreibt „Strom“. Er fließt Richtung Prenzlau und weiter in die Ostsee.

• Zu Beginn des 20. Jahrhunderts sorgte die Mühlenturbine in ganz Boitzenburg für elektrisches Licht.

• Bis 1959 wurde noch Mehl gemahlen.

• Der Sammelleidenschaft und Weitsicht des seinerzeit letzten Müllers, Willi Witte, ist letztlich der Erhalt dieses in seiner Vollständigkeit einmaligen Zeugnisses der Mühlentechnik zu verdanken.
Im Museum könnt ihr euch nicht nur die Mühlentechnik ansehen sondern auch die Sage vom Böttchermeister erfahren.

Klostermühle Boitzenburg
Fazit:
Sowohl Ruine als auch Mühle sind sehr sehenswert. Beides kann man mit einem Spaziergang durch den Tiergarten verbinden, so gelangt ihr zum schönen Schloss Boitzenburg, welches weiter auf meiner Liste verbleibt, da ich weiter wollte.

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