Saalfeld Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten und Tipps für einen Stadtrundgang in Saalfeld, der Steinernen Chronik Thüringens.

Saalfeld gehört zu den schönsten und ältesten Orten in Thüringen. Die Stadt, direkt am Fluss Saale gelegen hat mich mit ihrer historischen Altstadt und den Resten der Stadtmauer begeistert. Das ist noch nicht alles, denn auch die vielen Portale, die Bürgerhäuser, die erhaltenen historischen Details lohnen sich anzugucken.

In diesem Reisebericht zeige ich dir welche Sehenswürdigkeiten und kleinen Details du auf einem Stadtrundgang durch Saalfeld nicht verpassen solltest.

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Wenn eine Stadt sich die Steinerne Chronik Thüringens nennt und zu den ältesten Orten in Thüringen gehört muss ich natürlich hin. Mittlerweile war ich schon mehrmals in Saalfeld und empfehle dir mindestens 3 Tage für die Stadt einzuplanen, wenn du wirklich alles sehen und genießen möchtest. Für meinen Stadtrundgang bin ich vom Wohnmobil Stellplatz aus gestartet. Das ist ein kurzer Fußweg bis zum oberen Tor, dem ersten Stadttor. Du kannst aber auch den Bus nehmen.

In diesem Artikel nehme ich dich mit auf einen Spaziergang durch die Altstadt und den Sehenswürdigkeiten von Saalfeld. Ich zeige dir die versteckten Details, die man nicht auf den ersten Blick entdeckt und gebe dir Tipps für deinen Besuch.


Meine Bucket List für Saalfeld

  • Historischer Stadtrundgang
  • Stadtmauerrundgang
  • die schönsten Türen & Portale entdecken
  • Marktapotheke Saalfeld – Fenster gucken
  • Bergfried Bergpark
  • Renaissance Rathaus besichtigen ( zu den Öffnungszeiten der Behörde)
  • Konzert in der Kirche auf der Wilhelm Sauer Orgel lauschen
  • die Himmelswiese in der Johanneskirche bestaunen
  • interessant sind auch die Stadtführungen in Saalfeld
  • die Feengrotte besuchen
  • unbedingt die Saale angucken
  • Stadtmuseum im alten Kloster besuchen
  • in den Eingang der alten Apotheke rein gucken (Wochentags ist die Tür oft offen)

Altstadt von Saalfeld

Die Altstadt von Saalfeld erzählt Geschichte in Stein. Sehenswert sind hier der Marktplatz mit Rathaus und Lieden, die 4 Stadttore, die Hutschachtel, das ehemalige Kloster, die Johanneskirche, die Burgruine Hoher Schwarm. Weiterhin gibt es zahlreiche Portale, schöne Fassaden, Detail zu entdecken. Genau so wie ich es liebe.

Renaissance Rathaus

Das von 1529 bis 1537 errichtete Rathaus von Saalfeld gilt als eines der schönsten in ganz Thüringen. Zugleich es es der erste bedeutende städtische Verwaltungsbau der Frührenaissance in den damals sächsischen Ländern. Über dem Verkündigungsbalkon hängt das Saalfelder Stadtwappen mit den zwei Fischen. Es handelt sich um Barben, die häufig in der Saale vorkommen. Sie symbolisieren das Fischereirecht, das die Stadt 1346 von den Grafen von Schwarzburg erhielt. 

Neben den Erkern und dem Portal ist die Saalfelder Elle interessant. Du findest sie neben dem Eingang. Der Eisenstab mit einer Länge von 56,6 cm war das gebräuchliche Längenmaß für den Tuchhandel. Jedermann konnte hier öffentlich prüfen, wie genau es die Kaufleute mit den Maßen nahmen.

Tipp: geh ins Rathaus hinein und schau dir die schöne hölzerne Wendeltreppe an. (Zu den Öffnungszeiten der Verwaltung ist die Tür offen)

Die Hutschachtel

Auf dem Hof des Rathauses findest du die Hutschachtel bei deren Anblick du sofort weißt wieso das Gebäude so heißt. Die turmartige Rotunde wurde 1857–1859 als Gefängnis erbaut. Der Bau hat einen umlaufenden Innengang. So konnte der Gefängniswärter alle Stockwerke und Türen überwachen. Heute ist das Stadtarchiv hier untergebracht.

Besichtigung: Tag des offenen Denkmals, Tag des offenen Museums oder nach Rücksprache im Rathaus

Marktplatz von Saalfeld

Seit der Gründung als Reichsstadt 1180 war der Marktplatz Versammlungsplatz, Richtstädte und Handelsplatz. Hier am Markt trafen sich wichtige Handelsstraßen, so auch der Stapelweg von Nürnberg nach Leipzig.

Die Tradition der Märkte geht also weit zurück und wird mit den heutigen Grünen Märkten fortgeführt. Markttage sind Dienstag, Donnerstag, Samstag.

Die Lieden

Die Lieden prägen das Bild des historischen Marktplatzes. Der Name bezieht sich dabei auf eine historische Häuserreihe mit typischen Bogen-Gängen (Arkaden) an der Nordseite des Marktplatzes und kommt von den alten „Läden“ der Kaufleute aus dem Mittelalter. Zunächst verkaufte man nur an den Fenstern und zum Feierabend hin wurden die „Fensterläden“ geschlossen. Später erweiterte man diese und es entstanden Verkaufsräume mit Ladentischen. Als erste Handwerker der Stadt wurden Bäcker und Fleischer erwähnt. Auch heute kannst du hier noch shoppen.

Marktapotheke

Du findest die Marktapotheke neben den Lieden. Um 1180 wurde das Gebäude als wehrhafter romanischer Wohnturm für Kaiser Friedrich I. Barbarossa erbaut. Damit gilt es als das älteste Haus der Stadt und eines der bedeutendsten romanischen Gebäude Thüringens. Allerdings wurde es durch Brand zerstört und seither sind nur noch die Außenmauern romanisch, weshalb jetzt die Martinskapelle als ältestes Haus gilt. Ach egal…..1468 war hier ein Kaufhaus, 1682 eröffnete die erste Apotheke.

Tipp: schau dir die schönen Fenster genauer an, die Pflanzenbilder ziehen sich durch Saalfelds Altstadt.

Johanneskirche

Von der Apotheke aus ist es nicht weit zur Johnneskirche, eine der größten Hallenkirchen Thüringens. Schon beim Betrachen des Bauwerks kannst du zahlreiche schöne Details entdecken. Ihre beiden 64 Meter hohen Türme sind weithin sichtbar, ihre Bauzeit lag zwischen 1380 und 1514 und sie hat eine sehr seltene Außenkanzel.

Tipp: unbedingt hineingehen, denn dort findest du eine Besonderheit die weit über Mitteldeutschland hinaus geht. Wenn du nach oben schaust, kannst du die sogenannte Himmelswiese im Chorgewölbe des Gotteshauses sehen. Die Himmelswiese ist die umfangreichste pflanzendarstellende Deckenmalerei der Spätgotik im deutschsprachigen Raum. Sie zeigt 209 Pflanzen, viele sind Heilpflanzen.

Außerdem kann ich dir empfehlen der Orgel zu lauschen. Es handelt sich um eine Sauer Orgel von 1894.

Öffnungszeiten Kirche: die Abendmotetten finden von Mai – September jeden Mittwoch 19:30 Uhr kostenlos statt. Offene Kirche: von April – Oktober täglich 11-16 Uhr

Stadtmuseum im ehemaligen Franziskaner Kloster

1265 wurde der Klosterbau erstmals erwähnt und bis zur Reformation von den Franziskaner genutzt. Von 1490 bis 1500 wurden weitere Um- und Ausbaumaßnahmen ergriffen. Aus dieser zweiten Bauphase blieben der Ost- und Westkreuzgang, der Kapitelsaal, die einstige Klosterküche sowie die Klosterbibliothek erhalten.

Heute ist hier das Stadtmuseum untergebracht. Auf 2.700 m2 erwartet dich eine Ausstellung zur Stadt- und Regionalgeschichte von der Steinzeit bis zum 20. Jahrhundert sowie verschiedene Sonderschauen. Sehenswert ist auch die gotische Deckenbemalung in der Klosterkirche. Ich war noch nicht im Museum drin, dafür hat die Zeit nicht gereicht.

Öffnungszeiten Stadtmuseum:

  • Dienstag bis Sonntag: 10.00 – 17.00 Uhr
  • 1. und 2. Weihnachtsfeiertag: 13.00 – 17.00 Uhr
  • montags geschlossen (Ausnahmen: Feiertage, die auf den Montag fallen)

Stadttore & Stadtmauer von Saalfeld

Von den ehemals 5 Stadttoren sind in Saalfeld noch 4 erhalten. Jedes Tor bietet eine eigene, interaktive Erlebnisausstellung zur Geschichte um das Jahr 1600. Es gibt ein Kombiticket für alle 4 Stadttore, es gilt 90 Tage und kostet 10€/Person. Öffnungszeiten: täglich 9 bis 18 Uhr Eintrittskarte für 1 Stadttor: 3,50€/Person

Die historische Stadtmauer in Saalfeld/Saale stammt im Wesentlichen aus der Zeit um 1250. Die Mauer war feldseitig bis zu acht Meter hoch glatt gemauert und mit Zinnen sowie Schießscharten versehen. Stadtseitig besaß sie einen hölzernen Wehrgang. Die heutigen Reste der Stadtbefestigung stammen aus dem 14. und 15. Jahrhundert und sind noch in ihrem südlichen Abschnitt zwischen Franziskanerkloster (Stadtmuseum) und Saaltor erhalten.

Oberes Tor

Das Obere Tor bildet den südlichen Eingang nach Saalfeld und wurde 1429 erstmals urkundlich erwähnt. Außen am Tor erkennt man die Führungssteine für das Fallgitter, das bei Bedarf die enge gotische Spitzbogendurchfahrt verschloss. Es stand an der alten Handelsstraße zwischen Nürnberg und Leipzig.

Blankenburger Tor

Bereits 1372 erscheint das Blankenburger Tor als „Blankenbergertor“ in alten urkundlichen Überlieferungen zur Stadtgeschichte. Das Tor liegt im Norden der Stadt und auch hier verläuft die alte Handelsstraße von Nürnberg nach Leipzig. 1380 wurde das Tor als Badestube genutzt und im 15. Jahrhundert befand sich hier das Schießhaus.

Saaltor

Direkt am Saaleübergang gelegen, markiert das Saaltor den niedrigsten und zugleich östlichsten Punkt der Stadt. Das Tor bestand bereits im Jahr 1365, der hier verlaufende Handelsweg führte nach Sachsen. Im stadtseitigen Torbogen befindet sich noch ein Schlussstein mit der figürlichen Darstellung des Erzengels Michael – daher früher zuweilen auch die Bezeichnung „Engelstor“ .

Darrtor

Der Torturm bildete den Durchgang zur früheren Dorfgemeinde und Vorstadtsiedlung „Alter Markt“, die unmittelbar dahinter, also außerhalb der Stadtmauer, lag. Er stammt aus dem 14. Jahrhundert und ist der älteste Torturm der Stadt. Der Name Darr soll aus dem slawischen stammen und bedeutet Markt. Im 16. Jahrhundert war das Tor städtischer Gefängnisturm. Tipp: von der oberen Plattform hat man einen schönen Rundblick über Saalfeld und die Umgebung.

Besondere Gebäude in Saalfeld

Altes Schloss & Alte Münze

Um 1600 wurde der mittelalterliche Gasthof der hier einst stand abgerissen und der schlossartige Neubau in seiner heutigen Gestalt errichtet. Als Saalfeld 1676 Residenzstadt wurde, wählte Herzog Albrecht von Sachsen-Gotha dieses Haus als ständigen Wohnsitz, bis drei Jahre später das Schloss im Norden der Stadt bezugsfertig war. Nach 1735 zog die herzogliche Münze hier ein. Daher stammt der Name Alte Münze.

Altes Schloss, Blick zum Darrtor
Hotel Goldener Anker

Hotel Goldener Anker

Im Hotel Goldener Anker befindet sich einer der ältesten Saalfelder Gasthöfe. Vom 18. bis zum 19. Jahrhundert befand sich in diesem Gebäude das sächsische Postamt. Die Wirte waren gleichzeitig Postmeister.

Ehemalige Nikolaikirche

Die Nikolaikirche ist ein romanisches Bauwerk aus dem 12. Jahrhundert gewesen. Später war sie die Burgkapelle der staufischen Königspfalz. Sie diente in der Frühzeit der Stadt gleichzeitig als Pfarrkirche und später eine Zeit lang als Klosterkirche für ein hier gegründetes Zisterzienserinnen-Kloster. Sie ist damit die älteste Kirche der Stadt. Heute wird das Gebäude als Wohnhaus genutzt, an die Kirche erinnern nur noch zugemauerte Rundbogenfenster an der Fassade.

Die Burgruine Hoher Schwarm

Der Hohe Schwarm ist das Wahrzeichen von Saalfeld und war die Stadtburg der Grafen von Schwarzburg. Die Burg wurde als Wohnturm bzw. Vogtei um 1300 erbaut. Seit Mitte des 16. Jahrhunderts ist die Burg schon Ruine. Heute finden hier gelegentlich Theateraufführungen statt. Die Ruine ist kostenlos zu besichtigen.

Das Schlösschen Kitzerstein

Nach dem großen Stadtbrand 1517 erwarb der Ritter Georg von Holbach die Brandstätte und ließ 1521 – 1522 das heutige Schlösschen unter Verwendung eines Teiles der noch stehenden Grundmauern des Vorgängerbaues und eines Wehrturmes der Stadtmauer erbauen. Es stellt einen Schatz der Frührenaissance in Saalfeld dar.

Vom Stadtmauerrundweg und der anderen Saaleseite aus kannst du die schönen Ziergiebel erkennen. Am Eingang und am Tor befindet sich ein reich gegliedertes Portal. Heute ist die Musikschule im Gebäude.

Das Höhnsche Haus

Das schöne Patrizierhaus aus der Zeit um 1610 im Stil der Spätrenaissance kannst du nicht verfehlen. Friede beim Eintreten, Wohl beim Hinausgehen“, so lautet die Inschrift auf dem Portal. Das Gebäude in der Saalstraße/ Ecke Saumarkt demonstriert eindrucksvoll den Zeitgeschmack des beginnenden 17. Jahrhunderts. Im 18. Jahrhundert war hier das kursächsische Postamt. Die Bezeichnung „Höhnsches Haus“ geht auf den ehemaligen Besitzer, den Kaufmann Eduard Höhn, zurück.

Die ehemalige Stadtapotheke

1617-1620 wurde das Gebäude als Wohnhaus und Repräsentationsgebäude des Münzmeisters Johann Jakob im Stil der Spätrenaissance erbaut. Im Mittelalter befand sich an dieser Stelle das Marienhospital. Es wurde bei dem großen Stadtbrand von 1517 vernichtet. Doktor Johann Friedrich Buchka richtete hier im 18. Jahrhundert die Stadtapotheke ein.

Tipp: unter der Woche ist das Hoftor oft offen. Schau unbedingt mal hinein, denn dort siehst du noch Türen mit Bemalung aus Zeiten der Apotheke.

Das Hiltmannsche Haus

Das Hiltmannsche Haus in der Blankenburger Straße 18 wurde 1485 erstmals erwähnt und 1549 zum Patrizierhaus umgebaut und erhielt im Wesentlichen sein heutiges Aussehen. Noch heute ist das Haus im Besitz seiner Familie Hiltmann.  Besonders schön ist das typische Renaissanceportal mit Sitznischen und der Fassadenerker.

Das Loch

Das Gebäude wurde um 1485 als Wohnhaus in der heutigen Blankenburger Straße erstmals erwähnt und später als Schmiede und Bäckerei genutzt. Zu Zeiten der alten Handelsstraße war das Loch eine weit über Saalfeld hinaus bekannte Gaststätte. Das kann man noch gut an der Freskomalerei der Fassade erkennen.

Sehenswürdigkeiten außerhalb der Altstadt von Saalfeld

Bergfried Park • Villa Bergfried • Ausstellung im Gärtnerhaus

Auf einer Anhöhe im Süden der Stadt Saalfeld befindet sich der Park und die Villa Bergfried. Der Schokoladenfabrikant Dr. Ernst Hüther ließ es zwischen 1922 und 1924 erbauen. 

Ich bin vom Wohnmobil Stellplatz aus in den Park gelaufen. Du kannst aber auch mit dem Auto fahren. Der Bergfried Park hat einen eigenen Parkplatz. Es macht Sinn den Park in der Blühsaison zu besuchen, vor allem, wenn du die Rosen in Blüte sehen willst.

Der japanische Garten ist in seinem Bestand einmalig in Thüringen. Er hat mir echt gut gefallen.

Die Villa Bergfried wurde unter Verwendung von einheimischem Muschelkalkstein und Schiefer erbaut und ist beeindruckend. Sie ist nur im Rahmen von Führungen zu besichtigen.

Der Glockenturm im Gelände des Bergfriedparks wurde 1927 errichtet. Darin wurde ein Glockenspiel (Carillon), bestehend aus 25 Glocken, installiert. Es gehört heute zu den ältesten Glockenspielen in Deutschland und spielt immer noch. Am Wohnmobil Stellplatz kann man es hören.

Und dann gibt es noch das Weiherhäuschen mit dem Schwimmbecken davor und die tolle Allee mit den Krimlinden und den uralten Baumbestand im gesamten Park. Ein Besuch lohnt sich hier definitiv.

Führungen durch die Villa finden regelmäßig zu öffentlichen Terminen statt. Anfrage bei der Tourist Information Saalfeld.

Öffnungszeiten: Mai- September 8-18 Uhr | Oktober – April 10 -16 UhrEintritt: der Park und die Ausstellung im Gärtnerhaus ist kostenfrei zu besichtigen.

Residenzschloss & Schlosspark

Im Jahre 1071 stand am Standort des heutigen Schlosses ein Benediktinerkloster. Ab 1536 entstand die kurfürstlich-sächsische Amtsverwaltung und schließlich übernahm Herzog Johann Ernst von Sachsen-Saalfeld ab 1680 bis zu seinem Tod 1745 die Residenz in Saalfeld. Er war der Begründer des Herzogtums Sachsen-Saalfeld und gilt als der Stammvater der Königshäuser von Belgien, Bulgarien, Großbritannien und Portugal. Heute sitzt der Landkreis im Schloss Saalfeld.

Sehenswert ist auch die barocke Schlosskapelle im ehemaligen Saalfelder Residenzschloss. Hier findest du ein großartiges Deckengemälde sowie Fresken an den Wänden.

Der Schlosspark war im im 19. Jahrhundert schon für jedermann offen, das gab es nicht oft. Es gab eine Orangerie, ein Kavaliershaus, einen Marstall mit Reitbahn, Orangerie- und Blumengarten, ein Kastanienwäldchen. Der Schlosspark wurde 1963/64 zu einem Kulturpark umgestaltet.

Feengrotten, Grottoneum, Feenweltchen & Naturheilstollen

Auch in Saalfeld machten sich Bergleute einst auf die Suche nach Gold und Silber. Aber es war Alaunschiefer, der hier, am Rande des Thüringer Schiefergebirges entdeckt wurde und der nach der Aufbereitung zu Alaun und Vitriol für viele Prozesse unentbehrlich war. Durch den Abbau entstanden große unterirdische Hohlräume, die nach der Schließung des Bergwerks zu wunderschönen Tropfsteinhöhlen wurden. So die Geschichte der Feengrotten. Seit 1914 sind sie nun Schaubergwerk und können besucht werden, ich selbst war aber noch nicht in den Grotten.

Im Grottoneum geht es um die Entstehung der Grotten. Es ist ein Mitmach-Museum mit Grottenkino.

Das Feenweltchen ist ein Erlebnisreich oberhalb der Grotten. Hier kann man in die Welt der Feen und Naturgeister eintauchen, das Feenwipfelschloss besuchen und die Fee im Weidendom treffen.

Im Naturheilstollen kannst du die Bergwelt ganz entspannt auf dich wirken lassen. Neben klassischen Inhalationsangeboten finden regelmäßig begleitende Veranstaltungen wie Klangschalen-Konzerte oder Yoga-Stunden statt.

Die schönsten Türen und Portale in Saalfeld

Türen und Portale betrachten ist eine meiner Fav’s in Altstädten. Hier kommen meine Highlights für Saalfeld.

Die Saalstraße bietet gleich mehrere schöne Portale. Hier haben mir die Häuser 1, 11 uns 17 am besten gefallen.

Außerdem fand ich die Häuser in der Johannisgasse 4, Schloß Kitzerstein – Schwarmgasse 24, Blankenburger Straße 16, Roter Hirsch – Markt 6 und die Johanneskirche – Kirchplatz 3 besonders schön. Achte mal auf die Gullydeckel, einige davon tragen das Saalfelder Stadtwappen und finde den Badezuber Brunnen in der Webergasse.

Aktivitäten in Saalfeld

Stadtrundgänge

Neben dem Historischen Rundgang, den du auf eigene Faust machen kannst gibt es den nächtlichen Stadtrundgang, die Führung durch die Schraubenfabrik oder durch die Villa Bergfried und die Bierführung durch die Keller der Stadt. Außerdem gibt es den Altstadt Rundgang auch als geführte Tour, mit vielen Insider Informationen.


Karte von Saalfeld

Kurzinfos & Reisetipps für Saalfeld

Parken in Saalfeld

In Saalfeld findest du viele kostenpflichtige Parkplätze am Bahnhof und in der Innenstadt. Es gibt allerdings auch Alternativen. Der P6, direkt an der Saale gelegen ist kostenfrei. Der Parkplatz ist auch für kleinere Wohnmobile geeignet und in der Nähe vom Bahnhof.

Adresse: Hüttenstraße 4, 07318 Saalfeld/Saale

Wohnmobil Stellplatz Saalfeld

Der Platz am Freibad ist außerhalb der Freibad Saison kostenfrei, bis auf die Kurtaxe, die 2€/Tag/Person kostet. In der Saison von Mai – September zahlst du hier 5€/24h.

Der Belag ist Schotter, 2 Papierkörbe sind vorhanden. Die nahe Straße ist nachts leise. Es gibt keine weitere Ver- oder Entsorgung. Mit dem Bus kommt man gut in die Innenstadt, laufend sind es aber auch nur 10 Minuten. Mein Internet Empfang mit O2 war sehr gut.

Adresse: Wohnmobilstellplatz Am Freibad, Saalfeld, Reschwitzer Straße

Caravanstellplatz Feengrotten

Am Wald gelegen und direkt oberhalb der Erlebniswelt Feengrotten finden Sie hier 10 Caravan-Stellplätze. 10€/ Nacht.

AdresseFeengrottenweg 5, 07318 Saalfeld/Saale

Wo zahle ich die Kurtaxe in Saalfeld

Um die Kurtaxe zu bezahlen, das gilt nur wenn du dich länger als 12 Stunden in Saalfeld aufhältst, gehst du zur Tourist Information, Am Markt 6, in der Innenstadt von Saalfeld.

Tipp: Du erhältst mit dem Beleg auch einen Coupon für Ermäßigungen auf die Eintrittspreise zu den Sehenswürdigkeiten von Saalfeld und der ÖPNV ist inbegriffen.

Öffnungszeiten Tourist Info: Montag – Freitag 9 -18 Uhr | Samstag 9 – 13 Uhr

Weitere Infos zu Saalfeld

Bergfriedpark Saalfeld
Parkplatz P6
Wohnmobilstellplatz am Freibad

Ich bin Tina, Bloggerin, Autorin, YouTuberin. Seit Anfang 2024 lebe & arbeite ich im Fulltime Vanlife in meinem selbst ausgebauten Minicamper Tuesday, einem Citroen Berlingo. Zur Zeit bin ich auf einer Slow Travel Tour durch Deutschland & Europa. Ich besuche Altstädte, gerne mit Stadtmauern und Fachwerk, liebe Themenstraßen, Burgen, Schlösser, Gärten & Landschaftsparks. Mit meinen Guides kannst du die Touren leicht nach reisen.

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