Entdecke Saarburg: Highlights und Geschichte der Stadt

Bevor ich dem Winter in Deutschland entfliehen kann, mache ich Station in Rheinland Pfalz. Natürlich geht das nicht ohne Stadtrundgang ab. Ausgesucht habe ich mir das schöne Saarburg im Landkreis Trier-Saarburg. Angezogen hat mich hauptsächlich die Burgruine, die hoch oben über der Stadt an der Saar thront. Doch auch die Stadt Saarburg selbst hat viel Sehenswertes zu bieten. Neben der Burg gibt es hier einen Wasserfall und den schönen Markt zu bewundern.

👆🏻Im Vlog 227 nehme ich euch mit durch die Stadt Saarburg. In diesem Video bin ich in Rheinland Pfalz unterwegs und wir gucken auch kurz in Trier vorbei.
Geschichte
• Die eigentliche Geschichte der Stadt Saarburg beginnt mit dem Bau der gleichnamigen Burg.

• Erstmals erwähnt wurde die Saarburg in einem Vertrag vom 17. September 964. Hier ging es um die Burg, die eine der ältesten Höhenburgen im Westen Deutschlands ist.

• Die ersten Bewohner außerhalb der Burganlage siedelten sich Anfang des 13. Jahrhunderts in Häusern unterhalb der Burg an.

• 1291 kam dann das Stadtrecht.
Vom Parkplatz aus laufe ich durch die Straßen, um in die schöne Altstadt von Saarburg zu gelangen.
Altstadt von Saarburg

Oberstadt
Sehenswert in der Oberstadt ist besonders der Bereich des Buttermarktes.

Hier fließt der Bach Leuk entlang und über diesen führen einige schöne Brücken. Da es gerade Dezember ist sind sie festlich geschmückt.

Zahlreiche Cafés und Restaurants laden hier zum Verweilen ein und es gibt jede Menge kleiner feiner Läden zum stöbern.

Der Buttermarkt wurde 1340 anlässlich seiner Pflasterung durch Meister Smalz erstmals urkundlich erwähnt.

Der Markt selbst wird von der Leuk in zwei Hälften geteilt und hat dadurch beidseitig des Flusses teilweise eine schlauchartige Form ähnlich einer Straße.

Die Leuk wurde vermutlich bereits im 11. oder 12. Jahrhundert umgeleitet. Das diente der Versorgung der Mühlen und der Weiher mit ausreichend Wasser.

Die aktuelle Böschungsmauer geht auf das Jahr 1807 zurück .

Um den Buttermarkt herum befinden sich einige der schönsten Häuser von Saarburg.
Wasserfall von Saarburg
ich staune nicht schlecht, als ich am südlichen Ende des Buttermarktes auf den 18 m hohen Saarburger Wasserfall stoße.

Es gibt einen Aussichtspunkt, von dem aus das Spektakel gut zu beobachten ist.

Der Wasserfall wird von der ehemaligen kurfürstlichen Mühle eingerahmt, dem heutigen „Amüseum“ (städtisches Museum für traditionelle Handwerksberufe und Zünfte).

Im Keller des 1657 erbauten Mühlengebäudes kann die älteste noch im Betrieb befindliche Elektroturbine Deutschlands besichtigt werden. Seit 1935 versorgt die Turbine den gesamten Marktbereich mit Strom. 

Unmittelbar vor der kurfürstlichen Mühle mit Blick auf den Buttermarkt stand das 1900 abgebrannte alte Rathaus von Saarburg.

Das Wasser der Leuk ergießt sich in den Leukkessel, der auf der einen Seite durch die 14,70 m hohe Tümpelsmauer sowie auf der anderen Seite durch das lang gezogene Gebäude der Hackenberger Mühle begrenzt wird.

Diese Mühle stammt aus dem 13./14. Jahrhundert und wurde als Loh- und eine Getreidemühle betrieben. Bis 1974 wurde hier noch Getreide gemahlen.

Im Keller der heute als Museum genutzten Mühle können die vielen Zahnräder besichtigt werden, die durch einen Lederriemen mit dem Mahlstuhl im oberen Geschoss verbunden sind.
Staden
Der „Staden“ ist Saarburgs Altstadt und beginnt am Fuße des Wasserfalls und ist neben der Burg der ältesteste Teil der Stadt. 

Noch heute zeugen die Fischer- und Schifferhäuser mit den teils erhaltenen Berufzeichen im Portal von dieser Vergangenheit. 

Hier findet ihr das kleine Museum in der ehemaligen Glockengießerei der Familie Mabilon.
St. Laurentius Kirche Saarburg
Oberhalb des Buttermarktes befindet sich die Pfarrkirche St. Laurentius. Die ursprünglich auf eine Kapelle aus dem 11. Jahrhundert zurückgehende Kirche wurde im Laufe der Zeit mehrfach baulich verändert.

Hinter der Kirche gibt es einen schönen Aussichtspunkt von dem aus ich einen traumhaften Blick über die Saar habe.
Der Weg zur Burgruine

Von der Kirche aus könnt ihr über Treppen den Laurentiusberg nach unten zur Saar laufen, was euch einen schönen Blick hoch zur Laurentiuskirche und dem Torhaus ermöglicht.

Zur Weihnachtszeit ist von unten eine Krippe im Felsen zu sehen.

Dort steht auch der Kautenturm.

Dieser Stadtturm schloss die mittelalterliche Stadtbefestigung zur Saarseite hin ab. Er diente als Zollturm.

Im Mittelalter wurde die Saar als Handelsweg zwischen Saarbrücken und Trier genutzt. Flussaufwärts wurden die Schiffe getreidelt, also von Menschen oder Tieren vom Leinpfad aus gezogen.
Der Weg an der Saar führt weiter bis zum Saareck, wo die Leuk und die Saar sich vereinigen. Das gibt natürlich noch mal einen schönen Blick über den Fluss.

Lauft ihr dort weiter gelangt ihr zum Schiffsanleger. Hier führt ein Weg über Treppen hinauf zur Burgruine.

Variante 2: ihr lauft am Ende des Buttermarktes über die Straße Schlossberg zur Burgruine. Dort kommt ihr an den Weinbergen und an der evangelischen Kirche Saarburg, die erst im 19. Jahrhundert errichtet wurde, vorbei. Auch hier führen steile Treppen nach oben.
Burgruine Saarburg
Ich habe mich für die Variante über den Schlossberg entschieden. Der Aufstieg über den Weinberg ist ordentlich, die Treppen steil aber der Ausblick wunderschön.

Ihr kommt aber auch ohne viele Treppen auf die Burg und zusätzlich gibt es einen Aufzug.

Geschichte
Die vermutlich im 10. Jahrhundert erbaute Saarburg wird urkundlich erstmals im Jahre 964 erwähnt. Ihr findet die Höhenburg auf dem Schlossberg, hoch oben über der Saar.

Sie gilt als eine der ältesten Höhenburgen im Südwesten Deutschlands. 

Der erste Lehnsnehmer war Siegfried von Luxemburg, der als Gründer Luxemburgs gilt.
Von der mittelalterlichen Burganlage mit ihrer Fläche von 137 mal 50 Metern existieren heute noch Reste der Umfassungsmauer sowie ein romanischer Wohnturm.

Der Weg an der Umfassungsmauer entlang ist wunderschön. Die Mauer selbst ist sehenswert und der Panoramablick auf die Saar ebenfalls.
Der Wohnturm mit Bergfried
Der romanische Wohnturm war ursprünglich ein dreigeschossiges festes Haus in welches später ein innenliegender Bergfried gebaut wurde.

Der Bergfried hat einen Durchmesser von sieben Metern und ist mit dem überdachten Treppenüberbau etwa 21,5 Meter hoch.

Beides kann man besichtigen und wer mag kann über eine hölzerne Wendeltreppe hinaufsteigen auf die Aussichtsplattform.
Die Burgruine kann ich euch sehr empfehlen. Der Weg nach oben und auch nach unten ist ein Highlight.
Tourist Info Saarburg

AdresseGraf-Siegfried-Straße 32, 54439 Saarburg
Wohnmobil Stellplatz Saarburg

AdresseAm Saarufer 18, 54439 Saarburg

Ich habe diesen Platz nicht getestet.
besucht am: Ende Dezember 2024

Hinterlasse einen Kommentar